Backpacking in Guatemala
Die praktischsten Reisetipps auf einen Blick
Karibikküste, Vulkane, Dschungel, Maya-Kultur und elegante Kolonialstädte – all das und noch viel mehr ist Guatemala für uns.
Das kleine Land in Mittelamerika ist mittlerweile zu einem beliebten Reiseziel für Backpacker aus aller Welt geworden. Zwar verfügt es bereits über eine sehr gut ausgebaute Tourismusinfrastruktur, doch es lässt Reisenden noch immer die Möglichkeit, eigene Wege zu gehen und ein bisschen gegen den Strom zu schwimmen.
Hier haben wir für dich die praktischsten Tipps zusammengestellt, die du für deine Guatemala-Rundreise brauchst: Infos zur Einreise, Sicherheit, Kosten, Unterkünften und Transport – alles an einem Ort.
Viel Spaß bei der Planung deiner Guatemala-Reise!
Hier findest du unsere Reisegeschichten aus Guatemala:
Anreise nach Guatemala – unsere Erfahrungen & Tipps für den Zwischenstopp in den USA
Von Deutschland aus ist man zwar eine ganze Weile unterwegs, aber Guatemala ist die Reise definitiv wert! Die meisten Verbindungen starten ab Frankfurt, und je nach Fluggesellschaft und Zwischenstopps dauert der Flug nach Guatemala-Stadt etwa 15 bis 20 Stunden. Am häufigsten fliegen Lufthansa, United Airlines oder Delta Airlines – und fast alle Flüge gehen über die USA.
Wichtig zu wissen: Für den Transit in den USA braucht man als deutscher Staatsangehöriger ein ESTA, also ein elektronisches Visum. Das lässt sich ganz einfach online beantragen und kostet aktuell 21 USD. Aber Achtung: Auch mit einem genehmigten ESTA ist die Einreise nicht automatisch garantiert – das entscheiden am Ende immer die Grenzbeamten. In jedem Fall sollten die aktuellen Einreisebestimmungen auf der Seite des Auswärtigen Amtes überprüft werden.
Wir sprechen da leider aus Erfahrung: Nach unserem Rückflug aus Guatemala im Dezember 2024 wurden wir in Washington D.C. erst einmal von den US-Grenzbeamten zur Seite genommen und befragt. Alles lief am Ende glimpflich ab, aber in solchen Situationen helfen vor allem zwei Dinge: Höflich bleiben und ruhig bleiben. Meistens geht es einfach nur darum sicherzustellen, dass keine verbotenen Substanzen eingeführt werden.
Tipp von uns: Wenn du schon über die USA fliegst, lohnt es sich, einen längeren Stopover einzuplanen. Wir hatten z. B. elf Stunden Aufenthalt in Washington D.C. und haben die Zeit genutzt, um uns spontan das Kapitol anzusehen.
Einreise nach Guatemala
Die gute Nachricht zuerst: Für die Einreise nach Guatemala brauchen deutsche Staatsangehörige kein Visum, solange der Aufenthalt nicht länger als 90 Tage dauert. Super unkompliziert also – aber ein paar Dinge solltest du trotzdem beachten.
Vor der Einreise (und auch für die Ausreise!) muss eine digitale Erklärung des Reisenden ausgefüllt werden. Das Ganze ist kostenlos und geht online ziemlich schnell. Du kannst die Bestätigung entweder ausdrucken oder einfach digital auf deinem Handy speichern – Hauptsache, du hast sie beim Grenzübergang griffbereit.
Wichtig: Dein Reisepass sollte bei Einreise noch mindestens sechs Monate gültig sein.
Bei uns lief die Einreise nach Guatemala komplett problemlos – keine langen Wartezeiten, keine unnötigen Fragen. Trotzdem unser Tipp: Vor der Abreise auf jeden Fall die Website des Auswärtigen Amts checken, denn Einreisebestimmungen können sich immer mal kurzfristig ändern.
Sicherheit in Guatemala
Guatemala ist grundsätzlich ein sicheres Reiseland – wenn man einige Dinge beachtet und seinen gesunden Menschenverstand einsetzt. Wie in vielen anderen Ländern Lateinamerikas gilt: Achtsamkeit ist der beste Begleiter.
Was man im Hinterkopf behalten sollte: Die meisten Guatemaltekinnen und Guatemalteken verdienen im Monat weniger als den deutschen Mindestlohn, während die Lebenshaltungskosten – vor allem in touristischen Hotspots wie Antigua – in den letzten Jahren stark gestiegen sind. Das führt leider auch dazu, dass es in manchen Gegenden zu Diebstählen oder sogar bewaffneten Überfällen kommen kann.
Unsere wichtigsten Sicherheitstipps für Guatemala:
Wertsachen wie teure Kameras, Smartphones oder auffälligen Schmuck nicht offen zur Schau stellen – das gilt besonders in großen Städten und auf Märkten.
Abgelegene Straßen und Gegenden bei Dunkelheit meiden – auch in scheinbar sicheren Städten wie Antigua. Frag am besten die Locals, welche Viertel du besser auslässt – die wissen das meistens ganz genau.
Die bekannten roten Busse in Guatemala-Stadt gelten als unsicher und werden auch vom Auswärtigen Amt nicht empfohlen.
Auch Chicken-Busse können problematisch sein – vor allem mit großem Gepäck. Uns wurde von Einheimischen mehrfach davon abgeraten – nicht nur wegen möglicher Überfälle sondern auch wegen häufig vorkommenden Unfällen
Vulkanbesteigungen und Trekking-Touren solltest du nur mit zertifiziertem Guide machen
In Guatemala-Stadt sollte man sich vorab über die als sicher geltenden Zonen informieren. Die Website des Auswärtigen Amts ist dafür eine gute Anlaufstelle.
Wir wurden von Locals auch vor korrupten Sicherheitskräften gewarnt – haben aber keine schlechten Erfahrungen gemacht.
Gesundheit & Hygiene
Leitungswasser nicht trinken! Auch zum Zähneputzen lieber gefiltertes oder abgekochtes Wasser verwenden.
Wir empfehlen eine Expositionsprophylaxe gegen Malaria, je nachdem, in welchen Regionen du unterwegs bist.
Und ganz wichtig: Eine gute Auslandskrankenversicherung. Wir selbst sind bei der HanseMerkur versichert und hatten bisher nur gute Erfahrungen.
Die beste Reisezeit für Backpacking in Guatemala
Die Hauptreisezeit für Guatemala ist während der Trockenzeit von Ende November bis April. In diesen Monaten ist das Wetter meist ideal: tagsüber angenehm warm bis heiß, nachts oft klar und recht kühl – vor allem in höheren Lagen wie Antigua oder am Atitlán-See.
Kein Wunder also, dass in dieser Zeit die meisten Reisenden unterwegs sind. Rund um Weihnachten wird es besonders voll, denn viele Touristen aus den USA und den umliegenden lateinamerikanischen Ländern nutzen die Feiertage für einen Besuch in Guatemala. Entsprechend steigen auch die Preise für Unterkünfte und Touren deutlich an.
Unser Tipp: Wenn du in der Hochsaison reisen möchtest, buche rechtzeitig, besonders rund um Weihnachten und Neujahr!
Wir selbst waren bis Mitte Dezember in Antigua und haben die festliche Atmosphäre dort sehr genossen – mit Lichterketten, Märkten und einer ganz besonderen Stimmung in den kolonialen Gassen.
Regenzeit: Günstiger, grüner, ruhiger
Die Regenzeit dauert von Mai bis Anfang November. In dieser Zeit wird es deutlich ruhiger im Land, die Preise für Unterkünfte und Aktivitäten sinken – und die Landschaft ist herrlich grün. Meist regnet es am Nachmittag oder Abend für ein paar Stunden, der Vormittag bleibt oft trocken und sonnig.
Trotzdem gilt: Die meisten Reiseziele in Guatemala sind das ganze Jahr über gut zu bereisen. Wenn du flexibel bist und mit gelegentlichen Regenschauern leben kannst, ist die Nebensaison eine tolle Möglichkeit, das Land in aller Ruhe zu entdecken.
Ein wichtiger Punkt bei der Planung: Von Juni bis Anfang November ist Hurrikansaison in der Karibikregion – das betrifft vor allem die Ostküste Guatemalas. Halte dich in dieser Zeit am besten über lokale Wetterdienste und Reisewarnungen auf dem Laufenden.
Was kostet eine Backpacking-Reise durch Guatemala
Guatemala ist auch deshalb ein so beliebtes Ziel bei Backpackern, weil man dort immer noch relativ günstig reisen kann – zumindest aus europäischer Sicht. Zugegeben: Wir sind mittlerweile nicht mehr die klassischen Backpacker, die im 30-Betten-Schlafsaal nächtigen und sich wochenlang von Instant-Nudeln aus der Hostelküche ernähren. Ein bisschen Komfort darf’s bei uns schon sein – besonders, wenn wir länger an einem Ort bleiben.
Im Schnitt haben wir während unserer vierwöchigen Guatemala-Reise rund 60–70 € pro Tag ausgegeben, inklusive:
Unterkünften
Transporten
Verpflegung
günstigeren Eintritten & Aktivitäten
Nicht eingerechnet sind teurere Touren wie z. B. die Acatenango-Vulkanbesteigung, die extra zu Buche schlägt.
Ein großer Kostenfaktor war unser zweiwöchiger Spanischkurs in Antigua, während dem wir in einem etwas gehobeneren Doppelzimmer untergebracht waren – das hat uns etwa 70 € pro Nacht gekostet. Während unserer anschließenden Rundreise haben wir dann versucht, durch einfachere Unterkünfte wieder etwas auszugleichen.
Natürlich ändern sich Preise schnell – und Reisestile sind verschieden. Trotzdem möchten wir dir hier einen groben Überblick geben, was dich während deiner Guatemala-Reise erwarten kann.
Zur Orientierung: Ein Euro entspricht im Sommer 2025 etwa neun Quetzales.
Alle Preisangaben basieren auf unseren eigenen Erfahrungen in der Hauptsaison (Ende November bis Dezember).
Kosten für einen Flug nach Guatemala
Wenn du in der Hauptreisezeit (zwischen Ende November und April) nach Guatemala fliegen möchtest, solltest du mit Flugpreisen zwischen 550 € und 650 € für den Hin- und Rückflug ab Frankfurt rechnen – je nach Airline, Buchungszeitpunkt und Anzahl der Zwischenstopps.
Wir selbst nutzen zur Flugsuche immer Google Flights, weil man dort super schnell verschiedene Airlines, Routen und Preise vergleichen kann. Gebucht wird bei uns aber immer direkt über die Website der jeweiligen Fluggesellschaft – das ist oft sicherer, transparenter und im Falle von Änderungen oder Problemen einfacher zu handhaben.
Kosten für Unterkünfte in Guatemala - Vulkanblick bis Dschungellodge
Unterkünfte gibt’s in Guatemala wie Sand am Meer – vor allem an beliebten Reisezielen wie Antigua, dem Lago de Atitlán oder Flores (Tikal). Von rustikalen Backpacker-Hostels bis hin zu stilvollen Boutique-Hotels ist alles dabei. Die typischen 30-Betten-Schlafsäle in lauten Partyhostels haben wir allerdings bewusst gemieden – ganz nach dem Motto: Wir sind zu alt für diesen Kram!
Unsere Wahl fiel meist auf kleinere Hostels oder Gästehäuser, die Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad (und manchmal sogar eigenem Bad) anbieten. In Antigua und am Lake Atitlán haben wir uns auch mal ein etwas schickeres Hotel mit Aussicht gegönnt – für uns ein tolles Extra, gerade wenn man länger an einem Ort bleibt.
Die Preise für Unterkünfte variieren je nach Ort, Saison und Ausstattung. Wir geben dir in hier eine kleine Übersicht zu den Unterkünften, in denen wir übernachtet haben – inklusive Preisrahmen und Empfehlung. Als grobe Orientierung:
Ein einfaches Doppelzimmer mit Gemeinschaftsbad gibt’s oft schon ab 20–30 € pro Nacht
Für ein Zimmer mit privatem Bad und etwas mehr Komfort solltest du etwa 40–60 € einplanen
Schickere Hotels oder besondere Unterkünfte (z. B. mit Seeblick oder Dachterrasse) kosten meist ab 70 € aufwärts
Wichtig zu wissen: Der Standard in Zentralamerika unterscheidet sich deutlich von dem in Europa. Ein Hotel mit fünf Sternen bedeutet hier nicht zwangsläufig Luxus im mitteleuropäischen Sinne – also lieber die Bewertungen checken, bevor du buchst. Wenn du zur Hauptsaison reist – vor allem rund um Weihnachten oder Ostern – solltest du einige Wochen bis Monate im Voraus buchen. Die Nachfrage ist dann hoch, und die Preise ziehen schnell an.
🏔️ Antigua Guatemala – Kolonialflair & Vulkanblick
Antigua ist ohne Zweifel eines der Highlights in Guatemala. Wir haben unsere zwei Wochen dort sehr genossen. Vor allem an den drei Vulkanen Agua, Acantenango und Fuego in der Ferne konnten wir uns nicht satt sehen. Dass unsere beiden Hotels dort eine Dachterrasse mit Vulkanblick hatten, war da natürlich von Vorteil!
Unsere Hotelwahl in Antigua:
- Hotel San Jorge von Porta Hotels – etwas gehobeneres Hotel mit großen Doppelzimmern, tollem Garten im Innenhof und Blick auf den Fuego von der Dachterrasse aus. Das Hotel stellt kostenloses Trinkwasser zur Verfügung und liegt etwas abseits des Stadtzentrums in ruhigerer Lage. Können wir sehr empfehlen.
- Hotel La sin Ventura – etwas günstiger als das San Jorge. Die Zimmer sind kleiner und das ganze Hotel ist more basic als das San Jorge. Die Dachterrasse bietet allerdings nicht nur eine tolle Aussicht auf den Fuego sondern auch über die ganze Stadt. Das Hotel liegt zentral, nahe des Parque central.
🌊 Lake Atitlán – Sonnenaufgänge, Vulkanpanorama und Maya-Kultur
Atitlán ist ein See wie aus dem Bilderbuch, umgeben von Vulkanen und Dörfern mit jeweils eigenem Charakter: Party in San Pedro, Zen in San Marcos, chillige Vibes in Santa Cruz. Wir haben uns für letzteres entschieden. Die meisten Unterkünfte am Atitlán See, außer in Panajachel, sind nur mit dem Boot zu erreichen.
Unsere Hotelwahl am Lago de Atitlán:
- Hotel Arca de Noe – direkt am Seeufer von Santa Cruz mit schönem Garten und Terrasse. Der perfekte Ort zum Sonnenuntergang schauen. Wir haben uns eine Sunrise Casita gegönnt mit Blick über den ganze See und eigener Terrasse mit Feuerstelle. Vom Bett aus den Sonnenaufgang über dem See zu beobachten, die morgendliche Ruhe und frische Luft zu genießen, ist großartig und sehr romantisch! (Das Hotel ist von Deutschland aus nicht über Booking buchbar. Wir haben direkt über die verlinkte Website des Hotels gebucht).
🌴 Flores – Tor zu Tikals Tempeln
Eigentlich sollte Flores für uns nur Durchgangsstation für Tikal und andere Maya-Ruinen in der Umgebung sein, doch die kleine Inselstadt ist ein toller Ort, um ein paar Tage zu verweilen, mit dem Kanu den Petén See zu erkunden und in coolen Cafés oder Dachbars abzuhängen.
Tikal selbst machte uns einfach nur sprachlos. Es erweckte den längst vergessenen Traum, den wohl jedes Kind einmal träumt: als Entdecker durch dichte Regenwälder zu ziehen, wieder zum Leben. Wir reservierten uns zwei volle Tage für die Ruinen und verbrachten eine Nacht in Tikal, um bei Sonnenauf- und Sonnenuntergang vor Ort sein zu können.
Unsere Hotelwahl in Flores und Tikal:
- Casa Maya Itza – Guesthouse: Zum ersten mal in Guatemala haben wir uns ein bisschen über unser Doppelzimmer geärgert, denn wir hatten Schimmel an der Decke, den man leider auch gerochen hat. Klar, wir sind hier in Petén in den Tropen und da ist es nun mal feucht. Alles andere war aber tippi toppi. Ich glaube wir hatten auch das einzige Zimmer mit Schimmel erwischt. Die Küchensituation war nicht immer einfach, denn die Hausherrin hat viel und sehr ausgiebig für ihre Kids gekocht. Da wollten wir dann nicht stören. Unser Lieblingsplatz war mal wieder die Dachterrasse mit Blick über den See! Auch das Casa Maya Itza können wir weiterempfehlen.
- Jungle Lodge Tikal Hostal – nun ja, die Lage ist hier das Entscheidende. Das Jungle Lodge Tikal Hostal kommt auf den ersten Blick ziemlich fancy daher – nicht vom Hotel täuschen lassen – aber es ist einfach nur zweckmäßig, nicht mehr und nicht weniger. Wegen der Lage direkt am Eingang zu Tikal war es allerdings auch die teuerste Unterkunft unserer Guatemala Rundreise. Für alle, die in Tikal übernachten wollen, ist es trotzdem die günstigste Option.
🌿 Río Dulce & Livingston – Den Piraten der Karibik auf der Spur
Viele Blogger schreiben, dass sie zum Abschalten in der Natur nach Río Dulce kommen. Erstens ist es dort nicht unbedingt ruhig, schließlich ist der „liebliche Fluss“ eine Hauptverkehrsader für den Transport von Personen und Waren. Zweitens ist die Gegend der reinste Abenteuerspielplatz, und zum Ausruhen bleibt gar keine Zeit: ein altes Fort, das zur Abwehr von Piraten erbaut wurde, heiße Wasserfälle, mit dem hölzernen Kanu durch den Dschungel…
Unsere Hotelwahl in Rio Dulce:
- Casa Perico – abends mit Gulasch und Bier im Dschungel sitzen und über den eigenen Bauernhof fantasieren. In der Ferne brummen die Motorboote über den Fluss, das Wasser plätschert leise, die Geräusche des Dschungels erfüllen die Nacht. Ja, in der Casa Perico geht das. Die Unterkunft wird von einem Schweizer betrieben und ist nur per Boot erreichbar. Die Zimmer sind groß, mit Moskitonetzen ausgestattet und auf Stelzen über dem morastigen Urwaldboden erbaut. Der Dusche heißes Wasser zu entlocken, erfordert etwas Geschick aber es ist ohnehin warm genug! Das Personal ist super hilfsbereit. Wir haben die Tour nach Livingston und den Transfer nach Flores über das Hotel gebucht. Ganz klare Empfehlung!
Übersicht über Unterkunftspreise während der Hauptsaison
| Reiseziel | Budget-Zimmer (€) | Mittelklasse – Upper Class(€) |
|---|---|---|
| Antigua | 15–38 | 75–190 |
| Lake Atitlán | 23–38 | 95–140 |
| Flores | 28–52 | 65–290 |
| Río Dulce | 18–23 | 37–115 |
Kosten für Lebensmittel in Guatemala
Egal, in welchem Land wir unterwegs sind – Supermärkte lieben wir einfach! Für uns sind sie ein kleiner Einblick in den Alltag, ein Ort, um neue Produkte auszuprobieren oder Bekanntes mal ganz anders kennenzulernen. Außerdem finden wir, dass Supermärkte ziemlich viel über die Kultur eines Landes oder einer Stadt verraten können.
In Antigua zum Beispiel haben wir es richtig genossen, im Supermarkt „La Bodega“ einzukaufen. Noch nie haben wir so gut gelaunte und hilfsbereite Mitarbeiter erlebt – und das auch noch zur Weihnachtszeit! Der ganze Laden erinnerte eher an einen Weihnachtsmarkt als an einen Supermarkt, so festlich war alles geschmückt.
In Río Dulce und Flores ist der größte Supermarkt übrigens La Torre.
Günstig sind in Guatemala vor allem Lebensmittel, die vor Ort angebaut oder produziert werden. Importiertes oder Markenware aus den USA ist dagegen entsprechend teuer. Ein Kilo Bananen kostet zum Beispiel etwa 1 €, ein Kilo Tomaten rund 1,40 €. Eine 1,5-Liter-Flasche Wasser dagegen etwa 1,30 €. Auf den Märkten gibt es oft noch günstigere Angebote – aber unsere Erfahrung zeigt: Gerade Touristen werden dort gerne etwas mehr zur Kasse gebeten. Verständlich, denn jeder will vom Tourismus profitieren. Solange die Preise fair bleiben, finden wir das in Ordnung.
In „richtigen“ Restaurants essen wir in Guatemala eher selten. Morgens bereiten wir meistens unser Frühstück selbst zu – meistens Müsli aus dem Supermarkt. Abends gibt es oft Wraps oder wir landen bei Pollo Campero, dem guatemaltekischen KFC. Mittags aber folgen wir den Locals: Wo essen sie nach der Arbeit oder in der Mittagspause? So entdecken wir meist die günstigsten und leckersten Spots für Street Food oder lokale Küche. Das spart nicht nur Geld, sondern macht auch viel mehr Spaß.
Typische Gerichte wie Pepián oder Fingerfood wie Tacos bekommst du auf Märkten oder in kleinen „Comedores“ für rund 2 bis 6 €.
Damit du eine Vorstellung hast, was dich kulinarisch erwartet, haben wir dir eine Übersicht mit ungefähren Preisen zusammengestellt. Natürlich gibt es regionale Unterschiede, und in touristischen Hotspots wie Panajachel am Atitlán-See kann es auch mal deutlich teurer werden.
| 🍴 Art des Essens | Preis in GTQ | Preis in Euro (€) |
|---|---|---|
| 🥙 Street Food (z.B. Tacos oder Tamales) | 10 – 30 GTQ | 1,20 – 3,60 € |
| 🍛 Comedor (sehr einfaches Lokal oder auf dem Markt), perfekt um lokale Küche zu probieren | 30 – 45 GTQ | 3,60 – 5,30 € |
| 🍔 Fast Food (z. B. Pollo Campero oder Little Caesars Pizza) | ca. 50 GTQ | ≈ 6,00 € |
| 🍽️ Günstiges Restaurant | 40 – 60 GTQ | 4,80 – 7,20 € |
| 🥂 Mittelklasse-Dinner (für zwei) | 345–385 GTQ | 40,60 – 45,30 € |
| ☕ Cappuccino | 22–26 GTQ | 2,60 – 3,10 € |
| 🥤 Softdrink (0,33 ℓ) | 8–10 GTQ | 0,95 – 1,20 € |
| 🍺 Lokales Bier (0,5 ℓ) | 20–25 GTQ | 2,40 – 3,00 € |
| 🍷 Importbier / Wein | 25–67 GTQ | 3,00 – 7,90 € |
Kosten für Transport in Guatemala
Es gibt für Reisende in Guatemala grundsätzlich zwei Möglichkeiten, von A nach B zu kommen: mit den Verkehrsmitteln der Locals oder mit den Angeboten für Touristen. Erstere Variante ist natürlich günstiger, aber nicht immer der sicherste Weg. Vor allem, wenn man mit Gepäck reist oder längere Überlandfahrten macht, würden wir (Touristen) Shuttles oder Erste-Klasse-Nachtbusse empfehlen, auch wenn sie etwas mehr kosten. Da ich an massiver Reiseübelkeit leide und Chicken-Busse zudem für ihre äußerst rasante Fahrweise bekannt sind, haben wir diese komplett gemieden. Hier findest du einen Ausschnitt unserer Ausgaben für verschiedene Transportmittel als grobe Orientierung. Bedenke bitte, dass die Preise von Ort zu Ort und von Anbieter zu Anbieter variieren können.
🚐 Collectivo Fahrt in Rio Dulce ca. 30 Minuten: ca. 2 € pro Person
🚐 Shuttle Fahrt von Antigua nach Panajachel (Lake Atitlán): ca. 20-25 € pro Person
🚐 Shuttle Fahrt von Antigua nach Rio Dulce: ca. 35-50 € pro Person
🚐 Shuttle Fahrt von Rio Dulce nach Flores: ca. 25 € pro Person
🚌 1. Klasse Nachtbus von Flores nach Guatemala Stadt (2 Personen): ca. 85 €
🚗 Uber Fahrt in Guatemala Stadt (kurze Strecke): Zona 10 zum Flughafen ca. 4 €
Unterwegs vor Ort - Das wichtigste für Backpacker
SIM-Karte und Geld abheben in Guatemala
Der Kauf einer SIM-Karte gehört mittlerweile für uns zu den ersten Schritten, die wir tun, wenn wir ein neues Land betreten. In Guatemala raten wir allerdings davon ab, die Karte direkt am Flughafen zu erstehen, denn dort kann sie um einiges teurer sein als in den Städten. In Antigua zum Beispiel gibt es an jeder Ecke einen Handyladen, wo die Karte dann auch gleich ins Handy eingebaut und aktiviert wird. Zum Kauf ist ein Pass erforderlich.
Wir haben die SIM-Karte von Claro genutzt. Hier gibt es 10 GB Daten + Social Media + Calls/SMS pro 30 Tage für etwa 100GTQ, umgerechnet etwa 11 €. Tigo bietet sich an, wenn man vorhat in entlegenere Gebiete zu reisen.
Zum Bezahlen und Geld abheben im Ausland empfehlen wir die DKB Kreditkarte, sie funktioniert an den gängigen ATMs in Guatemala. Die Gebühren liegen zwischen 5-7 USD. Folgende Tipps solltest du beim Geld abheben in Guatemala beachten:
Nutze vor allem BAC Credomatic oder Banco Industrial (Banrural, Banco G&T Continental gehen auch)
Gehe zu bewachten ATMs in Gebäuden oder Banken
Hebe lieber größere Beträge seltener ab (Gebühren sparen!)
Vermeide Straßenautomaten, Tankstellen-ATMs oder an einsame Orte
Verkehrsmittel in Guatemala - Was du wissen solltest!
Uber - sicher in Guatemala-Stadt unterwegs
Die erste Hürde in einem neuen Land ist für uns meist der Weg vom Flughafen zum Hotel oder in die Stadt. Und ganz ehrlich – wie sehr ich das hasse! Vor allem Mitten in der Nacht, nach knapp 30 Stunden Reisezeit ohne Schlaf. Plötzlich wollen einem alle teure Shuttlebusse oder Taxis andrehen. Das überfordert mich regelmäßig.
Normalerweise hätten wir uns einfach einen vertrauenswürdig aussehenden Fahrer rausgesucht oder uns zur nächsten Bushaltestelle durchgefragt. Beides um ein Uhr nachts in Guatemala-Stadt, beladen mit zwei Rucksäcken und völlig übermüdet – keine guten Optionen.
Zum Glück hat uns unsere Sprachschule mit einem kostenlosen Shuttle abgeholt. Auch beim Rückflug am Abend haben wir diesmal auf Nummer sicher gesetzt und über die App ein Uber gerufen.
Uber ist generell in Guatemala-Stadt sehr zu empfehlen, weil es einfach die sicherste Möglichkeit ist, sich zwischen den verschiedenen Zonen zu bewegen. Für kürzere bis mittlere Strecken in der Stadt zahlst du meistens zwischen 2 und 6 €.
Touristen-Shuttles – bequem, aber nicht unbedingt günstig
Die Touri-Shuttles sind mit Abstand die teuersten Verkehrsmittel in Guatemala – und wie der Name schon sagt, trifft man dort vor allem auf andere Reisende. Aber nicht ausschließlich: Gerade an Wochenenden nutzen auch guatemaltekische Familien diese Shuttle-Services für Ausflüge, zum Beispiel an den Atitlán-See.
Wesentlich komfortabler als die Collectivos (die Kleinbusse, die die Einheimischen nutzen) sind die Touri-Shuttles aber auch nicht immer – das hängt stark von der jeweiligen Agentur ab. Der große Vorteil: Es ist einfach unglaublich unkompliziert. Man geht in ein Reisebüro – oder oft reicht sogar die Rezeption im Hostel – sagt kurz, wo man hinmöchte, hält die Karte hin, und am nächsten Morgen steht das Shuttle pünktlich vor der Tür. Ganz ohne Stress. Die letzte Reihe im Bus ist meist für die Rucksäcke reserviert, manchmal landen sie auch auf dem Dach – je nach Platz und Organisation.
Das Shuttle-Netz entlang der typischen Backpacker-Route (Antigua – Atitlán – Lanquín – Flores – Río Dulce usw.) ist mittlerweile super ausgebaut. An Anbietern mangelt es nicht – aber ganz ehrlich: Wir hatten oft das Gefühl, dass sie am Ende doch alle irgendwie zusammenhängen.
Chickenbusse & Collectivos - Abenteuer auf Guatemaltekisch
Die Chickenbusse sind so etwas wie die Signature-Busse Guatemalas – falls ein Land so etwas haben kann. Es handelt sich dabei um alte, amerikanische Schulbusse, die liebevoll verchromt, knallbunt bemalt und mit Heiligenbildern, Totenköpfen, Sprüchen und blinkenden Lichtern geschmückt wurden. Laut, schnell, bunt – man erkennt sie sofort.
Chickenbusse fahren vor allem kürzere Strecken in Städten oder zwischen kleineren Ortschaften, es gibt aber auch Verbindungen für mittlere bis längere Distanzen. Sie sind das Hauptverkehrsmittel der Locals, denn sie sind spottgünstig – oft zahlt man umgerechnet nur wenige Cent für eine Fahrt. Trotzdem haben wir – zugegeben – keinen einzigen Chickenbus von innen gesehen. Warum?
Unsere Lehrer an der Sprachschule in Antigua haben uns eindringlich davon abgeraten. Sie sagten ganz offen: „Wenn man in einen Chickenbus steigt, kann man nicht sicher sein, lebend wieder rauszukommen.“ Ein drastisches Statement. Aber tatsächlich liest man in den guatemaltekischen Nachrichten immer wieder von Unfällen mit Chickenbussen, meist wegen überhöhter Geschwindigkeit oder Überladung. Auch das Risiko von Überfällen, vor allem mit großem Gepäck, wurde uns mehrfach genannt.
Das Ende vom Lied: Wir haben auf die Fahrt mit diesen hübsch bemalten Ungetümen verzichtet.
Collectivos - Geordnetes Chaos
Auch die Collectivos – kleine, meist weiße Minibusse – werden fast ausschließlich von Locals genutzt. Sie halten an nicht unbedingt gekennzeichneten Haltestellen, fahren nach einem unsichtbaren Fahrplan, den nur der Fahrer kennt, und starten in der Regel erst, wenn sie randvoll sind. Und das heißt nicht, dass unterwegs nicht noch mehr Leute dazugeladen werden – stapeln geht immer.
Einsteigen kann man, indem man am Straßenrand mit der nach unten zeigenden Handfläche winkt – dann hält der Bus (manchmal). Kurz nach Abfahrt kommt der Busjunge (meist ein junger Mann, der an der Tür steht), kassiert ab – bar, in Quetzales, möglichst passend. Der Busjunge übernimmt nicht nur das Kassieren: Er weist die Sitzplätze zu, hilft beim Ein- und Aussteigen und achtet darauf, dass man auch wirklich an der richtigen Stelle wieder rausfliegt. Ohne ihn läuft also nichts.
Wir haben Collectivos in Río Dulce genutzt und fanden die Fahrten – laut, bunt, unbequem – ehrlich gesagt ziemlich unterhaltsam. Für kürzere Strecken absolut okay, für längere Fahrten würden wir dann doch das Shuttle oder komfortablere Alternativen bevorzugen
Langstreckenbusse in Guatemala – unsere Nachtfahrt mit Cristóbal Colón
In Guatemala gibt es für längere Strecken moderne – oder manchmal auch weniger moderne – Reisebusse. Generell wird zwischen Erster und Zweiter Klasse unterschieden. Die Erste Klasse (oft als „Pullman-Bus“ bezeichnet) bietet deutlich mehr Komfort: größere Sitze, mehr Beinfreiheit und oft auch Toiletten an Bord. Bekannte Anbieter sind zum Beispiel Litegua und Fuente del Norte – sie fahren Ziele im ganzen Land an.
Wir selbst sind mit der Busgesellschaft Cristóbal Colón von Flores über Nacht nach Guatemala-Stadt gefahren. Die hatten mit Abstand die besten Bewertungen im Internet – und tatsächlich lief alles reibungslos.
Unsere Erfahrung
Die Tickets haben wir am Vortag am neuen Terminal de Buses gekauft, das etwas außerhalb des Stadtzentrums von Flores liegt. Zur Abfahrt am Abend haben wir uns mit einem TukTuk dorthin bringen lassen. Im Bus gab es sogar kleine Snackpakete („Doggy-Bags“) für alle, das Gepäck wurde sicher verstaut, und – ganz wichtig – die Toilette am Ende des Busses funktionierte einwandfrei. Was will man mehr?
Als wir morgens in Guatemala-Stadt ankamen, war es noch dunkel. Uns wurde empfohlen, im Terminal zu warten, bis es hell wird – und dann ein Uber zu nehmen. Gute Entscheidung: Wir waren die einzigen Touristen im Bus und auch später im Terminal. Aber alles fühlte sich sicher und gut organisiert an.
Unser Fazit
Wir können die Nachtbusfahrt mit Cristóbal Colón sehr empfehlen – gerade, wenn man nachhaltiger reisen und sich einen Inlandsflug sparen möchte. Bequem, zuverlässig und sicher. Christobal Colón bietet auch Fahrten in die Nachbarländer Guatemalas an. Wer sich also noch einen Flug sparen möchte, hat hier eine gute Option.
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