Ungarn
Travel Guide • Reisetipps • Reisewissen
Darum nach Ungarn reisen!
- Kultur und Geschichte: Osmanen, Habsburger, Sowjets kamen und gingen und hinterließen Spuren im einst mächtigen Königreich der Magyaren. Architektur und Kunst lassen diese sichtbar werden - vor allem in Budapest.
- Hortobágy Nationalpark: Ungarns erster und größter Nationalpark schützt einen Teil der berühmten Puszta - das größte Steppengebiet in Mitteleuropa. Seeadler, Kraniche und das seltene Przewalski Pferd können dort beobachtet werden.
- Thermalquellen: Dank des vergangenen Vulkanismus in den ungarischen Mittelgebirgen gibt es im Land zahlreiche Thermalbäder in denen es sich im wohlig warmen Wasser entspannen lässt. Mit dem Héviz gibt es sogar einen Thermalsee.
- Gulasch, Langos & Esterhazy-Torte: In der ungarischen Küche kommen Einflüsse aus der Balkanküche, aus Österreich und böhmische Traditionen zusammen. Das Ergebnis ist unschlagbar lecker und vielseitig.
Hier findest du unsere Reisegeschichten aus Ungarn:
Unsere Reiseziele in Ungarn
Highlights in Budapest
- Gellert Berg - die beste Aussicht der Stadt: Den Sonnenuntergang hoch über der Donau beobachten mit perfektem Blick auf Pest und den Budaer Burgberg.
- Budaer Berge - Ausflug ins Grüne: Mit der Zahnradbahn hinauf in die Budaer Berge fahren und den Ausblick vom Elisabeth-Turm genießen.
- Langos! Durch die Straßen Pests flanieren und dabei das beste Langos finden. Unsere Empfehlung ist Nagyi Langos.
- Krönungskirche: Für jeden Sisi-Fan ist das ein Muss, denn hier feierte Kaiserin Elisabeth ihren größten Triumph - ihre Krönung zur Königin von Ungarn.
- Szechenyi Heilbad - Entspannung Pur! Sich in bis zu 40 Grad warmem Thermalwasser vom Stadtwandern erholen.











Ungarn • Reisewissen
Ungarn – ich verbinde mit dem Land zwischen Ost und West immer so etwas wie Rebellion – im positiven Sinne. Um das Jahr 1000 wurde das Königreich Ungarn von Stephan dem Ersten gegründet. Unter König Matthias Corvinus wurde das Königreich im 15. Jahrhundert zur politischen Großmacht und zu einem Zentrum der Rennaissancekultur und des Humanismus. Es kamen und gingen die Osmanen, dann die Habsburger. Als Teil der k.u.k. Monarchie wurde Ungarn Teil eines Vielvölkerreiches, dessen Einflüsse bis heute sichtbar sind. Der Zerfall des Reiches nach dem ersten Weltkrieg führte durch den Vertrag von Trianon von 1920 zu massivem Gebietsverlust für Ungarn, was das nationale Selbstverständnis bis heute prägt und der Grund ist, weshalb in den Nachbarstaaten – allen voran Rumänien – große ungarische Minderheiten leben.
Nach dem zweiten Weltkrieg wurde Ungarn zum sowjetischen Satellitenstaat, wo Aufstände und der sogenannte „Gulaschkommunismus“ schließlich zur Wende und maßgeblich zum Fall des eisernen Vorhangs beitrugen. Seit 2004 ist Ungarn Mitglied der europäischen Union und entledigte sich im Jahr 2026 erfolgreich dem rechtspopulistischen Ministerpräsidenten, der das Land seit 2010 immer weiter von europäischem und demokratischem Kurs abdrängte.
Abgesehen von einer bewegten und inspirierenden Geschichte, ist das Land vor allem durch eines geprägt – die Donau. Der Fluss teilt Ungarn in das westliche Transdanubien mit der kleinen ungarischen Tiefebene und die große ungarische Tiefebene, die sich vor allem im zentralen und östlichen Teil des Landes erstreckt und damit fast die Hälfte des gesamten ungarischen Staatsgebietes einnimmt. Ursprünglichen war sie von Auenlandschaften und bewaldeten Inseln entlang des Flusses Theiß geprägt. Rodung und Trockenlegung für Vieh- und Landwirtschaft führten jedoch zur Versalzung der Böden. So entstand die typische Steppenlandschaft der Puszta mit ihren tiefen Ziehbrunnen, dank deren Hilfe das Gebiet weiterhin bewirtschaftet werden kann. Der 1973 gegründete Hortobágy Nationalpark schützt ebenjene in Mitteleuropa einzigartige Steppenlandschaft.
Ungarn ist ein vielfältiges Land, das abseits von Budapest oder dem Ballatón noch immer recht wenig besucht ist und wo es noch viel zu entdecken gibt!
