Lago de Atitlán - Guatemala
Verlorenes Paradies oder Traum vom Glück
Über die Schönheit
Es ist so eine Sache mit der Schönheit. Sie kann verführen, kann vergehen. Kann in den Wahnsinn treiben, gar den Tod bedeuten. Adam und Eva widerstanden nicht der süßen Frucht, Orpheus ließ den Blick nicht von seiner Euridice und verlor sie für immer. Aber Schönheit kann – einmal vergangen – in neuer Form wieder auferstehen, wie ein Phoenix aus der Asche.
Diese Geschichten erzählen von menschlicher Schwäche. Unserem Drang etwas besitzen zu wollen und dem unverwüstlichen Irrglauben, dass Schönheit ewig währt, uns und unserer Welt auf ewig innewohnt. Freilich, um unsere Schönheit zu erhalten und zu optimieren, haben wir Wundermittel und Magier gefunden, doch geht es um Mutter Natur, die uns nährt und speist, kommen Märchenprinzen oder Zaubertränke oft zu spät. Mancherorts reicht es nicht mal für ein billiges Altersheim. Dabei vergessen wir in unserem Wahn, dass wir ohne sie nicht können.
Der schönste See der Welt
Von welch umwerfender Schönheit muss der Lago de Atitlán gewesen sein, als ihn Alexander von Humboldt im 18. Jahrhundert im Rahmen seiner Entdeckungsreise in die „Neue Welt“ erblickte und ihn als „den schönsten See der Welt“ betitelte? Seit Jahrhunderten zieht die mystische Schönheit dieses Ortes Besucher aus der ganzen Welt in ihren Bann.
Und fürwahr, auf den ersten Blick mutet der Lago de Atitlán auch heute paradiesisch an. Wir steigen am Ufer des Sees in Panajachel aus dem Bus und vor uns eröffnet sich eine Szenerie, wie sie perfekter nicht hätte sein können. Kleine Wellen kräuseln sich leise auf dem tiefblauen Wasser, das sich weitläufig bis zum Horizont erstreckt, begrenzt von steilen, saftig grün schillernden Klippen, an deren Hängen scheinbar winzige Dörfer zu kleben scheinen. Drei Vulkane thronen wie stille Wächter über dem See, bilden einen harschen Kontrast zum babyblauen Himmel.
Der Lago de Atitlán, gelegen auf 1600 Metern über dem Meeresspiegel, entstand vor ca. 80.000 Jahren als Ergebnis der Eruption eines Supervulkans. Die vulkanische Aktivität, die in der Bildung der heutigen Caldera kulminierte, begann bereits vor 1,8 Millionen Jahren. Drei Vulkane haben sich seitdem am Lago de Atitlán gebildet: Der, noch immer aktive, Volcán Atitlán am südlichen Rand der Caldera sowie die Vulkane San Pedro und Tolimán, die innerhalb des Kraters liegen.
Wir steigen in eine der vielen Lanchas – motorisierte Boote -, die hier wie Taxis auf dem See verkehren, nach Santa Cruz la Laguna. Dort haben wir uns für die nächsten Tage in ein Hotel mit tollem Seeblick eingemietet. Schließlich komme man hierher, um sich zu entspannen, einfach in den Tag hineinzuleben. So sagte man es uns zumindest in Antigua. Beides Dinge, die wir nicht allzu oft auf Reisen tun. Gemeinsam mit vielen jüngeren Backpackern, mit unverkennbar amerikanischem Idiom, warten wir nun auf die Abfahrt. Ich denke gerade: „Hoffentlich fahren die nicht alle nach Santa Cruz.“ Wir hatten uns extra für dieses Städtchen entschieden, da wir von San Pedro gehört hatten, es sei ein einziges Party-Hostel und von San Marcos, es sei ein einziges Yoga-Retreat. Beides liegt nicht ganz in unserer Komfortzone.
Während ich darüber nachdenke, fallen mir Rohre auf, die nahe der Bootsanleger, aus der Stadt ins Wasser verlaufen. Es duftet leicht nach Kloake. Ich lehne mich über Bord und erkenne einen feinen Ölfilm, der sich regenbogenfarben auf dem Wasser zwischen den vielen Booten abzeichnet. Der Motor röhrt auf und schon brausen wir, begleitet von lauten „Uhs“ und „Ahs“ und „so amazing“ der Americans los. Brausen über das verführerisch, tiefblaue Wasser des „schönsten Sees der Welt“. Ob sie wissen, dass der See regelmäßig Opfer von Umweltkatastrophen ist, die unter anderem durch den Tourismus herbeigeführt werden?
Schwimmen verboten!
Alles begann in den 50ern. Die Region um den Lago de Atitlán wurde Nationalpark. Gleichzeitig bemühte man sich, den Tourismus anzukurbeln. Als Resultat der Überlegungen wurde der Schwarze Wolfsbarsch in dem See angesiedelt, um Angler anzuziehen und den Touristen in den Restaurants mehr bieten zu können. Ein massives Artensterben war die Folge, darunter auch endemische Arten. Doch wen schert’s, der Tourismus floriert nun seit Jahrzehnten und ist die Haupteinnahmequelle der Bewohner der Region. Man ist stolz, dass der „schönste See der Welt“ Menschen aus aller Herren Länder anzieht. Doch es ist nicht alles Gold, was glänzt. Die Zunahme der Besucher bedeutet auch mehr Müll und mehr Abwasser. Vor allem letzteres landete lange Zeit ungefiltert direkt im See. Wiederkehrende heftige Regenfälle haben zur Folge, dass regelmäßig große Mengen an Müll, Düngemitteln und anderem Unrat von den Hängen in den Lago rutschen. 2005 wurde eine der wenigen Kläranlagen der Region durch einen Hurrikan zerstört. Man muss nicht lange überlegen, wohin das Dreckwasser geleitet wurde.
2009 wurde der Lago de Atitlán zum ersten Mal von giftigen Cyanobakterien und Blaulagen heimgesucht. Nitrate und Phosphate, die sich durch die Verunreinigung im Wasser befinden, befördern das Wachstum der Plage. Die Lebensader der umliegenden Gemeinden wurde auf einen Schlag zu einer giftigen Brühe. Die Locals sind auf das Wasser des Sees zum Waschen und Trinken, auf die Fische als Grundnahrungsmittel angewiesen. Die Einnahmen aus dem Tourismus brachen weg. Wer möchte schon an einem verseuchten See seinen Urlaub verbringen? Das Szenario wiederholte sich 2012 und 2015. Auch heute, im Jahr 2025, wird noch immer vom Schwimmen im See abgeraten.
Es ist der perfekte Urlaubsabend. Doch die Eindrücke des Tages, die Widersprüchlichkeit dieses Ortes lassen uns nicht los. Jetzt gerade sitzen wir im Paradies. Der Grund, warum so viele Menschen, auch Deutsche, hierher auswandern und hier ihr Lebensglück suchen, scheint auf der Hand zu liegen. Doch nur wenige Stunden zuvor, als die Sonne noch hoch am Himmel stand und das Blau des Sees mit dem Grün der umliegenden Hänge um die Wette leuchtete, spazierten wir den schmalen, ausgetreten Pfad direkt am Seeufer entlang. Wir passierten ein Backpacker-Hostel, an einer kleinen Badestelle gelegen. Möchtegern Adonisse stürzten sich in die Fluten. Das möglicherweise giftige Wasser wird ihnen schon nichts anhaben. Die Girls chillten laut musikhörend am Ufer, bewunderten die Helden. Dabei wurden Caipis und Mojitos aus Einwegbechern und Plastik-Strohhalmen geschlürft, die metallenen Deckel von Bierflaschen zieren Boden. Nach dem nächsten Regenguss werden sie den Grund des Sees schmücken. Zu Hause Friday for Future, im Urlaub scheiß egal?
Der Eindruck verfestigte sich. Als wir im Hotelgarten Platz nahmen, um den Sonnenuntergang zu bewundern, flanierte ein älteres, vermutlich gut betuchtes, weißes Ehepaar vorbei. Er im hellblauen Hemd, großzügig aufgeknöpft, sie in weißer Bluse. Mit einer flinken Handbewegung schleuderte der vornehme Herr eine Tüte voll mit dem Plastikmüll des Tages nur wenige Meter von uns entfernt in den Garten. Vor lauter Empörung brachte ich keinen Ton heraus. Am liebsten hätte ich ihm die Tüte an den Kopf geworfen, doch da hatten sich die zwei schon um die nächste Biegung davon gemacht.
Für die Gemeinden rund um den See bildet dieser seit Jahrhunderten – schon lange vor dem Tourismus – die zentrale Lebensader. Lago de Atitlán bietet ihnen seit jeher Nahrung und Wasser zum Trinken, Kochen und Waschen. Viele der Haushalte verfügen noch heute über kein fließendes Wasser. Trotz des Tourismus zählen sie zu den ärmsten des Landes. Aus der Not heraus entstanden 2009, nach der ersten Algenpest, vor allem von Maya-Frauen und Fischern geführte Initiativen, um den See zu säubern und über das Müllproblem aufzuklären. Weniger Single-Use-Products aus Plastik heißt: weniger Müll, heißt: sauberer See. Jeden Monat kommen Männer und Frauen aus den Gemeinden an den Ufern Sees zusammen und fischen bergeweise Müll aus dem Wasser. Es ist ein Kampf gegen Windmühlen – vor allem solange, wie die Unterstützung der Regierung, der „Businessmen“ und der (Öko-)Touristen und Ausgewanderten fehlt. 2022 protestierte die Gruppe vor dem Rat für industrielle Wirtschaft in Guatemala-City, um sie zur Verantwortung für ihre Rolle in der Verschmutzung des Sees zu ziehen. Ende offen.*
Jaibalito - Der Blick hinter die Kulissen
Ich werde von den ersten samtenen Strahlen des anbrechenden Tages geweckt. Die Sonne hat sich noch nicht über die Hügel hinter Panajachel erhoben. Ich trete an das Fenster unseres winzigen Badezimmers. Still und glatt ruht der Atitlán-See in der noch frischen Morgenluft. Einsame Fischerboote gleiten über das Wasser, die Ruhe vor dem Sturm eines trubeligen Samstages nutzend. Die Vulkane Tolimán und Atitlán heben sich dunkelgrün von dem pastellbunten Morgenhimmel ab. Wie ein Gemälde, mit sanften Pinselstrichen gezeichnet.
Ich wende mich vom See ab und betrete unsere kleine Terrasse, die hoch über der Hauptstraße von Santa Cruz an einem Hang thront. Die kleine Gemeinde erwacht bereits zum Leben. Der erste Generator brummt, Rauchsäulen steigen auf, es riecht streng nach verkohltem Plastik. Das erste Wassertaxi wird gleich um sechs Uhr abfahren. Pünktlich quälen sich drei Tuk-Tuks unter mir vorbei. Junge Männer – vermutlich auf dem Weg zur Arbeit – sind die Fahrgäste.
Nach einem gemütlichen Frühstück, bestehend aus mitgebrachtem Müsli aus unserem altbewährten Campinggeschirr, brechen wir auf nach Jaibalito, dem kleinsten Dorf am Lago de Atitlán. Wir folgen dem schmalen Pfad entlang des Ufers nach rechts, erneut vorbei am Backpackerhostel, einem Yoga-Retreat und schließlich steil nach oben, hinauf in die grünen Hügel. Wir sind die einzigen Touristen hier oben. Uns begegnen ausschließlich Männer in Gummistiefeln, viele mit Machete am Gürtel. Jeder von ihnen grüßt mit einem freundlichen „Buenos Diás“. Ihr Lächeln wirkt aufrichtig. Die grünen Hänge werden landwirtschaftlich genutzt. Kleine quadratische Felder sind zu erkennen. Im Schatten dichter Büsche passieren wir nun die Rückseite der vom See aus so luxuriös anmutenden Hotels.
Hohe Mauern schirmen die Pools und exotischen Gärten der Anlagen vor neugierigen Blicken ab. „Achtung Videoüberwachung“, lesen wir an jeder Ecke. Vor wem will man sich schützen? Ein Stückchen weiter, von einem solchen Bollwerk entfernt, passieren wir ein von rostigem Draht abgegrenztes Grundstück. Hühner rennen auf dem nackten Erdboden des Innenhofs zwischen schiefen Wellblechverschlägen umher. Wäsche flattert an einer Leine in der lauwarmen Brise. Der Kontrast zum Nachbarn könnte kaum größer sein. Leben hier die Menschen, die uns jeden Tag über den See kutschieren oder uns abends unsere Drinks servieren? Wo geht das Geld hin, das die zahlreichen Touristen aus aller Welt ohne Zweifle lassen?
Wir erreichen schließlich Jaibalito über einen kleinen Pfad, der uns von hinten in das Dorf führt. Allerlei Unrat liegt in dem tropischen Gebüsch. Rechts von uns ist auf einem kleinen Bolzplatz ein heißes Fußballmatch in Gange. Wir weichen zwei Männern aus, die eine schwere Matratze auf ihren Köpfen durch die engen, aber sauber gefegten Gässchen bugsieren. Aus kleinen Holzverschlägen dröhnt aus großen Boxen laute Techno-Musik. Anscheinend möchte man die Kundschaft so auf die eingestaubten Cola-Dosen, die es zum Verkauf gibt, aufmerksam machen. Wir folgen der schmalen Dorfstraße bis hinunter an den See.
Das Bild des Dorfes verändert sich mit jedem Schritt, den wir näher an den Bootsanleger kommen. Die schmucklosen Holzverschläge weichen bunt bemalten Häusern, in denen mit Iced Americano und Avocado- Bagel geworben wird. Ein paar Travelerinnen mit Hut, Sonnenbrille und extra kurzem Röckchen, die käsig-weiße Beine freilegen, kommen uns entgegen. Zwei junge Maya-Frauen stehen am Pier. Ihre dunklen Haare schimmern im Licht der tief stehenden Sonne, der bunte Stoff ihrer Röcke umschmeichelt in der leichten Brise elegant ihre Figur. Stilvoll und zeitlos.
Rückweg nach Santa Cruz. Auf den steilen, in den Boden gehauenen Treppenstufen, die hinauf auf den Pfad am Hang führen, lässt uns eine ältere Maya-Frau passieren. Sie trägt einen Rock in verschiedenen Blautönen. Um die verzierte Bluse hat sie ein dickes Tuch gewunden. Ihre langen, schwarzen, von silbernen Strähnen durchzogenen Haare werden am Hinterkopf von einer metallenen Klammer gehalten. Die mandelförmigen, dunklen Augen funkeln schelmisch, als sie uns ihr zahnloses Lächeln schenkt und ein kurzatmiges „Buenas Diás“ hervorbringt.
Sie suche hier oben nach trockenem Holz für den Ofen, erklärt sie und bückt sich, um ein paar trockene Äste vom Wegesrand aufzuheben. Immer wieder begegnen wir ihr, denn oft bleiben wir stehen, sobald sich eine Lücke im Strauchwerk auftut, um den Blick über den See schweifen zu lassen – wie magisch angezogen. Können uns einfach nicht sattsehen an dem von Vulkanen gesäumten Blau. Auch die Maya-Frau verweilt, lässt ihren Blick über die Heimat schweifen. Was sie wohl empfindet? Stolz, Wehmut oder Glück?
Kaffeefahrt nach San Juan
Es ist Sonntag, unser letzter voller Tag am Lago de Atitlán. Wir sitzen im Bug einer mit guatemaltekischen Familien und Pärchen vollgepackten Lancha. Es ist windig, und das Wasser spritzt fröhlich ins Boot. Wir freuen uns über die Abkühlung. Die Guatemaltekinnen in den ersten Sitzreihen halten sich mit gequältem Gesichtsausdruck die Hände vors Gesicht, während die Männer – ganz die Kavaliere – ihre Jacken ausziehen und schützend vor die Damen halten oder sie gar mit dem eigenen Körper vor dem spritzenden Nass abschirmen. Echte Gentlemen sind heute schwer zu finden.
San Juan la Laguna ist ein Dörfchen wie aus dem Bilderbuch. Kein Wunder, dass es zu den liebsten Wochenendzielen der Guatemalteken aus der Hauptstadt und dem nahegelegenen Antigua gehört. Zwischen fröhlich schwatzenden Familien schlendern wir die schmale Straße vom Pier hinauf in die Stadt. Über uns blinken Lichterketten, die zwischen den Häusern gespannt sind. Unter uns leuchtet die Straße, bunt bemalt in allen Regenbogenfarben, rechts und links werben Stände mit Souvenirs und Kunsthandwerk und mit in Schokolade getunkten, gefrorenen Bananen. Wir haben kein Ziel lassen uns treiben. Einfach mal Urlauber sein. Das erlauben wir uns heute.
Über der nächsten Querstraße baumeln allerlei Hüte. Den Betonboden und die umliegenden Hauswände zieren kunstvolle Malereien: Natur und Motive der Maya-Kultur. Besonders fasziniert mich ein überlebensgroßer Mensch mit Jaguarkopf. Mit einem überaus bemuskelten Körper und straffen Riemen um die prallen Oberarme bedeckt er die Wand einer offenen Sporthalle. Auch eine Art der Motivation. Wir können uns kaum von der Farbenpracht der Straße losreißen, machen unzählige Fotos, beobachten andere beim Fotosmachen. Die Frauen und Mädchen in den bunten Röcken und Blusen geben gemeinsam mit den Männern und Jungen in Hemd, blankpolierten Schuhen und Hut ein herrliches Bild ab.
Gerade versuchen wir, vor einem singenden Plastikweihnachtsbaum einen Selfie-Spot zu ergattern, als ein ohrenbetäubender Knall das fröhliche Gelächter der Weihnachtsfreunde übertönt. Mir fährt wie immer der Schreck durch die Glieder, doch die Guatemalteken sind an Feuerwerk mehrmals täglich gewöhnt. Bereits während unserer Wochen in Antigua lernten wir: Kein Tag vergeht ohne mindestens ein Feuerwerk! Ein weiterer Knall, dann Rufe und Trommeln.
Unsere Neugierde ist geweckt. Wir müssen nicht lange suchen. Schnell flüchten wir uns in einen Hauseingang, als eine Parade Männer in Hut, Hemd und Lederschuhen mit Trommeln an uns vorbei marschiert. Einige tragen metallene Behälter, in denen sie das Feuerwerk zünden. Sie plaudern munter in einer der Maya-Sprachen und nehmen Kurs auf den Platz vor dem Weihnachtsbaum. Mich berührt das Nebeneinander von Tradition und Moderne am Atitlán-See, der Stolz und das Selbstverständnis, den ich bei den Maya, die uns begegnen, zu spüren glaube.
Abschied
Doch nicht alle Dörfer am See konnten sich ihre Kultur erhalten. Bevor wir abreisen, verbringen wir einen Abend in Panajachel. Der erste Eindruck gleicht einem amerikanischen Vergnügungspark, freilich ohne Achterbahnen aber sehr wohl mit Burger- und Steakläden, billigen Souvenirhöllen und Bars im typischen Diner-Stil, die mit Rockmusik und Happy Hour werben. Hotels brüsten sich mit Hightech-Toren und Sicherheitsanlagen. Der zweite Blick enthüllt eine heruntergekommene Hafenstadt. Gesichtslos.
Der „schönste See der Welt“ ist ein Ort voller Ambivalenzen. Er ist ein Ort zwischen Schönheit und Zerstörung. Er zeigt Licht und Schatten des Tourismus. Ist ein Ort, an dem schonungsloser Kapitalismus und jahrtausendealte Traditionen scheinbar friedlich koexistieren. Einige finden an seinen Ufern ihr Lebensglück, andere kämpfen um den Erhalt ihrer Lebensader, um ihr Verlorenes Paradies.
*Quelle: https://wagingnonviolence.org/2023/03/water-defenders-protect-guatemala-lake-atitlan-from-garbage/#:~:text=Nonviolence | Waging Nonviolence-,Water defenders protect Guatemala’s majestic Lake Atitlán from mountains of,they depend on for survival. Abgerufen am 15.07.2025.
Weitere spannende Geschichten und Tipps aus Guatemala findest du hier:
Und jetzt seid ihr dran! Erzählt uns von euren Erfahrungen oder stellt uns Fragen!
Schreibt es in die Kommentare oder schreibt uns auf Instagram.
Wir freuen uns auf euch!








